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Mit beiden Händen im Kleister

Die Organisatorinnen der integrativen Drehpunkt-Ferienspiele haben in einem Workshop die Veranstaltung im Sommer 2013 durchgeplant und vorbereitet. Hier ist der Bericht von Corinna Pohl, Ana Cristina Franck und Birgit Schiemann.

Wir hatten schnell eine bunte Mischung von Kreativangeboten für drei Wochen Ferienspiele zusammen. Tagesabläufe, Ausflüge und die Essensfrage wurden gemeinsam festgelegt. Das Konzept stand, Regina Michel, die das Projekt betreut, fand die Ideen gut. Also konnten wir den  ersten Probelauf mit unseren FSJ‘ler/innen und Bufdis, die uns bei dem Pilotprojekt der integrativen Ferienspiele im Sommer 2013 unterstützen werden, in eine aufregende Workshop-Woche starten.

Schnell wurden zu den jeweiligen Angeboten ein Anschauungsobjekt erstellt, und die Materialien besorgt. Doch, oh Schreck! Es war nicht die begrenzte Zahl von 5 bis 8 Freiwilligendienstlern, die uns dann in den Ferienspielen unterstützen, sondern es nahmen alle 18 an der Workshop-Woche teil.

Sonderschichten wurden geschoben: Ana nähte mal eben 10 weitere Flaggen, bei Birgit gab es zu Hause nur noch Buttermilch und Joghurt für alle rund um die Uhr, um 40 Becher zu bekommen und alle Vorlagen wurden ganz schnell für eben 20 Leute vorbereitet. Ana und Birgit besuchten die Teamsitzung bei Regina, die alle Freiwilligendienstler um sich geschart hatte und stellten dort, die Aktivitäten, die sie in der 1. Herbstferienwoche erwarten würden, vor.

Von Montag bis Freitag ging es dann jeweils um 9 Uhr los. Im großen Saal im Drehpunkt war emsiges Basteln angesagt. Kaffee und Kuchen an der riesigen Essenstafel war der stetige Einstieg am Morgen. Die Projekte wurden erklärt, die Mittagsessensfrage und der Küchen- und Einkaufdienst eingeteilt. Dann ging es richtig vorwärts, mit beiden Händen ab in den Kleister.

Einfach toll wie ideenreich unsere jungen Leute sind. Von Robbe, Elefant, Schmetterling, Trommeln, künstlerisch sehenswerten Flaggen, Summsen und zahlreichen bunten Bommeln entstanden viele schöne Dinge, auch ein überdimensional großes Drehpunkt-Mensch-ärgere-Dich-nicht, mit selbstgeformten Spielsteinen entstand in dieser Woche.

Selbst beim Kochen ließ sich das Workshop-Team nicht lumpen, alle packten mit an. Ob Pizza, Pommes, Hamburger, Spaghetti, Kartoffeln mit Quark und Bratwurst, alles wurde selbst hergestellt und in Windeseile war der Tisch für alle gedeckt. Und es hat sogar lecker geschmeckt! Nur bei der Pizza war der kleine Ofen etwas überfordert. Doch es wurde nicht gemurrt. Nein, sie zogen es sogar vor, lieber zu warten bis alle ihre Pizza vor sich hatten, auch wenn die eigene dann schon kalt war. Das nenne ich Teamgeist!

Auch die Erzieher aus dem Kinderhaus schauten regelmäßig bei uns rein und bewunderten die Werke. An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an Bert und Marie, die jederzeit bereit waren uns mal eben die Werkbank auszuleihen oder das Brett für das Mensch ärgere Dich nicht, zu sägen oder mit anderen kleinen Dingen aushalfen.

Zum Abschluss der Workshop-Woche gab es am Freitag von Regina ein super Frühstücksbüffet, liebevoll war morgens schon der Tisch gedeckt. Es gab eine gemeinsame Feedbackrunde über die vergangene Woche und der Tenor war durchweg positiv. Es kamen so Sätze wie: „Ich kann eigentlich nicht basteln und mag es auch nicht. Es hat mir aber erstaunlicherweise Spaß gemacht und ich kann es ja doch.“ Sie würden lieber im Drehpunkt solche Projekte mache, als auf Seminar fahren, denn der Gruppenzusammenhalt war für alle intensiver und schöner. Auch wir, als Anleiterinnen, wurden gelobt und erhielten noch gute Tipps, für die Ferienspiele mit den Kindern im Sommer.

Es war eine supertolle Woche im Drehpunkt – Dank an alle, die dabei waren und uns geholfen haben!!! Die ersten zwei Anmeldungen liegen bereits vor und wir freuen uns riesig, wenn es dann wirklich los geht! Liebe Grüße von Corinna Pohl, Ana Cristina Franck und Birgit Schiemann