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Dabei sein ist alles!

Vor kurzem haben wir über die erfolgreiche Teilnahme eines Drehpunkt-Teams beim Fußballturnier berichtet. Hier folgt ein ausführlicher Bericht eines beteiligten Vaters.


Ein bisschen fühlte es sich schon an wie bei einem Champions-League Finale.
Die Aufregung war mindestens so groß und die Fans mindestens so euphorisch, als sich die Jungs und Mädels der Drehpunkt-Fußballmannschaft auf dem KiTa-Cup einfanden. Gleich das erste Spiel sollte die hochmotivierte Mannschaft bestreiten, die zuvor über Wochen von Martin im Drehpunkt und während einer Sondertrainingsstunde von Stephan Gottschalk, der die Teilnahme angeleiert hatte, trainiert wurden.

Wie bei jedem Großevent hatten auch wir gleich zu Beginn mit einigen Herausforderungen zu kämpfen: Amélie war über Nacht krank geworden und fiel leider aus – zum Glück hatten sich insgesamt genügend Spielerinnen und Spieler gemeldet, so dass wir diesen Ausfall leicht überbrücken konnten. Die namentlich bedruckten Mannschafts-T-Shirts waren super – doch leider fehlte auch hier eines. Kurzfristig erhielt Johannes dann das T-Shirt von Amélie – und es war gleich nach dem ersten Einsatz schon wieder vergessen. Seines bekam er selbstverständlich nachgereicht.

Jede Menge Mamas und Papas, Geschwister und sogar ehemalige Drehpünktchen und -mäuse, sowie Wolfgang und Marie waren als Fangemeinde angereist.

Anpfiff – der Ball rollt los und die Kinder hinterher. Jegliche etwaige Taktik oder auch nur die Frage, wer auf welchem Platz stehen sollte, war mit einem Schlag vergessen. Wenn man den Ball suchte, musste man nur schauen, wo die meisten Kinder ein Knäuel bildeten. Irgendwo da musste das Leder sich verstecken. Der Unterhaltungswert war jedoch grandios. Die Tribüne schien ausschließlich von Drehpunkt-Fans bevölkert, die mit ihrem Fangesang alles übertönten. Die Kinder schienen zwischendurch etwas orientierungslos, dafür aber schwer engagiert. So sehr, dass sie glatt den schwarzen Mann mit der Pfeife überhörten, übersahen und überrannten. Er hatte definitiv Mühe, sich durchzusetzen.

Hannes im Tor machte einen grandiosen Job. Er hielt jeden Ball und ließ sich für jeden Fang so lange feiern, dass man schon fast von Zeitspiel hätte sprechen können. So ging das Spiel 0:0 aus. Ein toller Erfolg! Im Folgenden waren die Organisatoren mit der Spielfortführung und der Mannschaftsmischung etwas überfordert, so dass die Drehpunkt-Mannschaft nach dem ersten Spiel erst wieder das allerletzte in der Vorrunde spielten, was eine Pause von über einer Stunde mit sich brachte. Aber auch diese Übervorteilung bewältigten die Spielerinnen und Spieler und gingen wieder auf den Platz.

Elin übernahm den Job als Keeper, musste jedoch noch während des letzten Spiels krank von Feld gebracht werden. Derart geschwächt waren die folgenden Spiele nicht mehr ganz so erfolgreich, jedoch nicht minder lustig. Im letzten Spiel hatte unsere Mannschaft es dann geschafft: der Schiri kapitulierte ob der Aussichtslosigkeit seines Auftrages, dem Spiel ein wenig Regelklarheit und Ordnung zu verschaffen. Mit einer Handbewegung, die etwa aussagte: „Ach, macht doch einfach alle, was ihr wollt.“ verabschiedete er sich aus dem Spiel.

Am Ende wurde unsere Mannschaft letzte. Jedoch nahm dies keiner der Spielerinnen und Spieler wirklich tragisch. Und nachdem ein zuvor selbst gebastelter Pokal übergeben wurde und beim anschließenden Kaffee und Kuchen im Drehpunkt jedes Mannschaftsmitglied eine echte Medaille und Urkunde erhielt, waren alle froh und glücklich, dieses aufregende Turnier miterlebt zu haben.

Danke an Martin, den Trainer! Danke an Stephan, den Organisator!
Danke an den Drehpunkt für die T-Shirts! Danke an die Fans für die Unterstützung!

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