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Mit Rasseln gegen das KiföG

Eine Podiumsdiskussion mit dem hessischen Sozialminister Stefan Grüttner im Kreishaus nahmen Erzieher sowie Eltern mit Kindern zum Anlass für lautstarken Protest gegen das geplante Kinderförderungsgesetz (KiföG).

Ausgerüstet mit Rasseln und Trillerpfeifen taten die Drehpunkt-Demonstranten ihren Unmut kund. Sie befürchten, dass das neue Gesetz keine so intensive Elternarbeit mehr erlauben würde, da nur die „Kinderzeiten“ und keine Vorbereitungszeiten, wie Elterngespräche, Elternabende,  Arbeitsgruppen zur Vernetzung und ähnliches finanziert werden.

Integration oder gar Inklusion zu leben ist schier gar unmöglich, da in Rahmenbedingungen von 25 Kinder in einer Kitagruppe keine Kinder mit Behinderung so betreut und gefördert werden können wie bei uns, so wie es jetzt ist, heißt es aus dem Drehpunkt. Der Personalschlüssel kann mit 20 Prozent fachfremdem Personal belegt werden. Es werde verkauft, dass zum Beispiel ein Förster die Kinder hervorragend unterrichten könnte.

Aus Sicht des Drehpunkt-Kinderhaus-Personals wäre es durchaus gut, ab und zu „Fachfremde“ einzubinden (mit der die Reggio-Pädagogik gbt es sogar eine Benennung dafür, bei der Handwerker und Künstler eingesetzt werden) – dies sollte aber zusätzlich sein und nicht ohne eine von der Einrichtung erarbeitete Konzeption stattfinden.

Mit dem neuen Gesetz will die schwarz-gelbe Landesregierung die Betreuung in den Kitas neu regeln. Dagegen gibt es auch abseits des Drehpunkts massiven Widerstand.